
Die Grenzen zwischen normalem und übermässigem Haarausfall sind fliessend. Es kann durchaus normal sein, 40 bis 100 Haare am Tag zu verlieren. Von übermässigem Haarausfall spricht man erst, wenn über einen längeren Zeitraum täglich mehr als 100 Haare ausgehen.
Der Haarausfall beginnt bei Frauen meist im Bereich des Scheitels, während die Haare an der Stirn erhalten bleiben. Im weiteren Verlauf dünnen die Haare im Mittelscheitelbereich immer mehr aus.
Als Ursachen für Haarausfall kommen verschiedene Aspekte in Frage. Die häufigste Form ist jedoch der erblich-hormonell bedingte Haarausfall, auch androgenetische Alopezie genannt. Die Ursache des erblich bedingten Haarausfalls ist eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarzellen auf die männlichen Hormone (Androgene).

Bei Frauen zeigt sich folgende altersabhängige Verteilung des erblich-hormonell bedingten Haarausfalls.
Mehr zum erblich bedingten Haarausfall

Von diffusem Haarausfall spricht man bei einer diffusen Lichtung der gesamten Kopfhaare. Das Haarwachstum reagiert sehr sensibel auf verschiedenste Faktoren und Umwelteinflüsse. Stresssituationen, Krankheit, Medikamente, Umgang mit giftigen Substanzen, falsche oder mangelhafte Ernährung, hormonelle Veränderungen und vieles mehr können vorübergehend diffusen Haarausfall auslösen. Die Ursache auszumachen ist nicht immer einfach. Ist sie jedoch einmal gefunden und entsprechend behandelt, normalisiert sich das Haarwachstum nach Beendigung der Störung.

Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist eine entzündliche Haarausfallerkrankung. Er kann in jedem Alter auftreten, zeigt sich aber besonders im zweiten und dritten Lebensjahrzehnt. Die Ursache für diese Form von Haarausfall ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Erklärung lautet, dass sich Immunzellen, die ursprünglich Viren und Bakterien abwehren sollen, gegen die Zellen in den Haarwurzeln richten. Bei vielen Menschen wachsen diese kahlen Flecken oft auch ohne Behandlung wieder zu.